Es ist Medienmanagement.

Vor einiger Zeit hatte ich hier angekündigt, dass ich Design studieren will.
Nun ja, was soll ich sagen? Ich habe den Eignungstest nicht bestanden…und das ist auch gut so. Ich glaube es war Schicksal, dass mir die Prüfer solch seltsame Fragen gestellt haben und ich auf diese noch seltsamer geantwortet habe. Denn jetzt studiere ich Medienmanagement – und ich liebe es.

Die Mappe umsonst gemacht?

Klar ärgert es mich, dass die 250€, die ich insgesamt in meine beiden Mappen (für zwei Hochschulen) investiert habe, quasi umsonst waren. Trotzdem bin ich extrem Stolz auf mein Werk und so viel zu fotografieren und zu designen hat mich als Künstler weitergebracht. Ich habe verschiedene Techniken ausprobiert, viel nachgedacht, einfach so viele Sachen erschaffen, wie noch nie zuvor. „Real artists ship!“, echte Künstler liefern ab, ein Satz von Steve Jobs, der dann auch den Weg in meine Mappe gefunden hat – als Titelblatt, als Motto, als Beschreibung meines ganzen Lebens und dessen, was ich früher nie so richtig glauben wollteAll diese Erfahrungen hätte ich nie gemacht, wenn ich nicht ein Ziel vor Augen gehabt hätte. Ziele sind verdammt wichtig, auch das habe ich gelernt.

Als Künstler ist es so wichtig, raus zu gehen und etwas zu machen. Ich hab das Gelabere satt. Aber ohne das Ziel, mit der Mappe alle umzuhauen, hätte ich weiter gelabert. Ich hätte weiterhin nicht den Mumm gehabt, irgendwelche Leute zu fragen, ob ich sie fotografieren darf, oder mich gar für Fotos auf Bahngleise geschlichen. Ich hätte weiterhin behauptet, dass ich mich als Künstler sehe, aber rein gar nichts vorzuweisen. Jetzt kann ich etwas zeigen. Habe meine Ideologien und Ansichten zu Papier gebracht, in einer Art und Weise, die man sich vielleicht sogar gerne ein zweites Mal anschaut.

Und jetzt hast du einfach aufgegeben? Du probierst es nicht nochmal?

Ich habe nicht aufgegeben, ich habe meine Entscheidung einfach noch ein Mal objektiv überdacht. Beim Bewerbungsprozess an meiner Hochschule stieß ich auf einen anderen Studiengang. Medienmanagement, das klingt doch nach was, dachte ich mir. Dann habe ich mich informiert, und siehe da: Es ist perfekt für mich. Kreativität, viele Projekte, gerade so viel Wirtschaft und Recht wie man braucht um etwas zu gründen, Projektmanagement, eine Ausbildung für eine Führungsposition in der Medienbranche. Wie für mich gemacht.

Aber das ist doch wie BWL…….?

Ich hatte immer einen Unternehmergeist in mir, habe als Kind schon Steine, Handgemachtes und andere schöne Dinge verkaufen wollen. In meinem Leben – und das ist mir erst aufgefallen, als ich das Profil des Studiengangs las – war das Streben nach Erfolg immer ein Teil meiner Unternehmungen, ich war schon immer ein Problemlöser, wollte schon immer hoch hinaus. Weiterhin, beeinflusst durch meinen Vater, sehe ich es als quasi selbstverständlich an, dass ich früher oder später selbstständig und ohne Vorgesetzten arbeiten werde. Der Studiengang Medienmanagement gibt mir, zumindest laut dem Studienverlaufsplan meiner Hochschule, alle Werkzeuge an die Hand, die ich brauche, um zu gründen, zu leiten, und besonders: Medien zu schaffen, egal welcher Art.

Meine Rettung

Einen großen Teil meiner Persönlichkeit hatte ich also bei der Wahl des Designstudiums ignoriert. Beinahe hätte ich vielleicht einen Fehler gemacht, denn ich will eben nicht nur Künstler sein, ich bin auch Größenwahnsinniger, Problemlöser, und will auf keinen Fall in einer Agentur enden, in der ich mich nur rumschubsen lasse. Vielleicht war es meine Rettung, im Auswahlgespräch den Begriff für diese spezielle Art der Typographie nicht zu wissen, mich zu versprechen (ich sagte „der Stern“ obwohl ich auf „den Spiegel“ hinauswollte“; aua) und dass niemand über meine Selbstportraits reden wollte, um stattdessen auf diesen blöden Buchstabenskizzen herumzureiten.

Dieser Beitrag entsteht, nachdem wir gleich zu Anfang des Semesters in einem dreitägigen Teamtraining in der windigen Rhön waren. Das ist doch auch mal ein Statement für einen Studiengang. Ich habe bereits mit allen ca. 70 meiner Kommilitonen im ersten Semester zumindest ein Mal geredet, und einige Grüppchen haben sich sogar schon gebildet. Dieser kleine Ausflug sollte uns vorbereiten auf unser erstes Projekt, dass wir bis Weihnachten diesen Jahres zu bewerkstelligen haben. Ich bin im Radio-Team, Projektleiter, und richtig gespannt auf das, was auf mich zukommt.

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